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Messenger-Betrug

„Hallo Mama, das ist meine neue Nummer.“

Die Nachricht wirkt persönlich, bleibt aber zunächst allgemein. Nach einem kurzen Vertrauensaufbau folgt häufig die Bitte, eine dringende Rechnung oder Überweisung für das angebliche Kind zu übernehmen.

Aktualisiert: 8. August 2026Philipp Genduth · Cybercrime-Ermittler bei der Polizei

So entwickelt sich die Masche

Am Anfang steht oft nur eine kurze Nachricht von einer unbekannten Nummer. Wenn die angeschriebene Person selbst einen Namen nennt, übernehmen die Täter diese Information und führen das Gespräch als angebliches Familienmitglied weiter.

  • Das alte Handy sei kaputt, verloren oder gesperrt.
  • Telefonieren sei gerade nicht möglich.
  • Eine Rechnung müsse noch heute bezahlt werden.
  • Online-Banking funktioniere auf dem neuen Gerät noch nicht.
  • Das Geld soll auf ein fremdes Konto überwiesen werden.

So prüfen Sie, wer wirklich schreibt

  1. Nennen Sie nicht selbst den Namen des vermuteten Familienmitglieds.
  2. Rufen Sie die alte, bereits gespeicherte Nummer an.
  3. Stellen Sie über einen zweiten Kanal eine Frage, deren Antwort nur die echte Person kennt.
  4. Warnen Sie andere Familienmitglieder, wenn sich die Nachricht als Betrug herausstellt.

Familien-Codewort: Ein gemeinsam vereinbartes Wort kann bei zukünftigen Notfallnachrichten helfen, die Identität rasch zu überprüfen.

Wenn Sie bereits überwiesen haben

Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank und fragen Sie, ob die Überweisung noch gestoppt oder zurückgerufen werden kann. Sichern Sie Chatverlauf, Nummer und Kontodaten und erstatten Sie Anzeige. Informieren Sie das echte Familienmitglied, damit weitere Angehörige gewarnt werden.

Quelle