Telefonbetrug
Ruft wirklich Ihre Bank an?
Betrüger melden angebliche Sicherheitsprobleme, verdächtige Buchungen oder eine drohende Kontosperre. Dabei können sogar Name und Telefonnummer Ihrer echten Bank im Display erscheinen.
Die wichtigsten Warnsignale
Die angezeigte Rufnummer beweist nicht, wer tatsächlich anruft. Beim Call-ID-Spoofing kann eine fremde Nummer eingeblendet werden. Entscheidend ist daher das Verhalten im Gespräch.
- Der Anrufer verlangt PIN, TAN, Passwort oder vollständige Kartendaten.
- Sie sollen eine Buchung in Ihrer Banking-App „zur Stornierung“ freigeben.
- Geld soll auf ein angeblich sicheres Konto überwiesen werden.
- Sie sollen AnyDesk oder eine andere Fernwartungssoftware installieren.
- Der Anrufer drängt darauf, in der Leitung zu bleiben und niemanden zu informieren.
So überprüfen Sie den Anruf sicher
- Legen Sie auf. Sie müssen sich dafür nicht rechtfertigen.
- Warten Sie kurz und wählen Sie die offizielle Banknummer selbst.
- Beschreiben Sie den Anruf, ohne Codes oder Zugangsdaten weiterzugeben.
- Prüfen Sie Nummer und Gesprächskontext mit Betrugsradar.
Wichtig: Eine echte Bank kann Sicherheitsfragen stellen. Sie wird aber keine TAN zur angeblichen Stornierung verlangen und kein „Sicherheitskonto“ für eine Überweisung nennen.
Wenn Sie bereits etwas freigegeben haben
Rufen Sie sofort die offizielle Sperr- oder Servicenummer Ihrer Bank an. Lassen Sie Online-Banking und betroffene Karten sperren, schildern Sie alle Freigaben und kontrollieren Sie die Kontobewegungen. Bei einem finanziellen Schaden sollten Sie Anzeige erstatten.